Loving Life

Ich habe erkannt, dass das Leben so viel schöner und einfacher ist, wenn man sich selbst nicht so ernst nimmt. Sei es in einer Beziehung oder generell. Die Einstellung “Ich habe aber ein Anrecht darauf” ist nicht in allen aber in so vielen Hinsichten falsch. In den letzten Wochen fühlte ich mich oft sehr unglücklich und mir ging es deswegen ziemlich dreckig. Wie kann es sein, dass man sich so fühlt, obwohl man bei bester Gesundheit ist und es einem eigentlich an nichts fehlt? Ein Wort: Luxusprobleme.

Ich habe fälschlicherweise angenommen, dass mir dieses und jenes zu steht, dass es mein gutes Recht ist es zu besitzen. Ein Beispiel wäre z.B. Anerkennung. Zum Teil verletzt erlag ich dann meinem Frust und meiner Trauer, ohne zu bemerken, dass eigentlich kein Grund dazu bestand. Manchmal verlangen wir einfach zu viel und denken dabei, dass wir das kleine warme Zentrum der Welt sind. Sind wir eben nicht. Hinzukommt, dass die meisten Menschen uns gegenüber keine Verpflichtung haben. Sie müssen rein gar nichts für uns tun. Sie können, aber müssen nichts. Und das sollte man sich vor Augen halten.

Nun werde ich versuchen aufzuhören mich daran zu messen, was ich von anderen bekomme (Dank, Anerkennung, Aufmerksamkeit, Liebe etc.), denn auf diese Dinge habe ich keinen Anspruch und wenn sie ungefragt zu einem kommen, sind sie umso wertvoller. Ich habe aufgehört nach Liebe zu fragen, denn selbst Liebe zu geben, ist schöner als geliebt zu werden.

Wir sind nicht das kleine warme Zentrum der Welt und wir mögen vielleicht alles einzigartige kleine Schneeflocken sein, aber in unserer Individualität leider doch nur gewöhnlich.

Ich versuche mich weniger ernst zu nehmen. :)

Eure
June
(… bitte wer?)