Okay es wird wirklich eine Serie werden. Heute berichte ich euch von einer Shoppingtour im Palast der Snobs: Peek&Cloppenburg.
Ich habe diesen Laden immer gemieden, weil er schon nach außenhin eine gewisse versnobte Aura ausstrahlt.
Heute musste ich mit Schatz da hinein, weil er dort noch Sachen umtauschen musste. Nach ca. 5min habe ich den Laden und mit ihm seine Kunden gehasst. Ich habe noch nie so viele geschmacklose und versnobte Menschen gesehen.

Wusch und weg- Räumunsverkauf bei Peek&Cloppenburg
Während wir nach neuen Sachen für Schatz suchten, liefen die Leute mit erhobenen Nasen an uns vorbei. Die Frauen mit einem Halstuch oder einem Pull um den Hals und geschmaklosen Klunkern an den Ohren. Veraltete Menschen, die reich sind, aber anscheinend nicht genügend Geld besitzen, um sich ihr Gesicht machen zu lassen.
Seit heute weiß ich sogar, dass eine Hose “Gesicht” haben kann. Das sagte zumindest ein Kerl zu seinem Freund, als er eine Anzugshose anprobierte. “Sie hat Gesicht” WTF? Das einzige, was ich sah, war ein netter Arsch, aber kein Gesicht! (Vilt meinte er das ja… also ARSCHgesicht?)

Als Schatz seine gekaufte Hose von zu Haus umtauschen wollte, ging er zu einer Kasse. Dort sagte man ihm, das ginge hier nicht, er müsse in die Hosenabteilung. Wir gingen also zurück zur Hosenabteilung, wo sich ebenfalls eine Kasse befand. Auf den Weg dorthin nörgelte ich rum, von wegen dieser Laden hier sei doch total versnobt und hier würden sowieso nur Spießer einkaufen. Ich meine, einige böse Blicke eingefangen zu haben, aber das wollte ich ja auch. An der Kasse der Hosenabteilung fragten wir freundlich nach, ob man hier umtauschen könne, doch die Frau sagte uns, wir müssen nicht an die Kassen, sondern zu einem Angestellten aus der entsprechenden Abteilung. Hinter uns war ein solcher Angestellter, den mein Freund sofort ansprach.
Angepisst und verzweifelt fragte er:”Aber Sie können mir doch helfen, oder?”
Die Antwort lautete nein, aber der Mann holte das dafür benötigte Personal her.
Wir kamen uns einfach nur verarscht vor, aber wenigstens hatten wir das mit der Hose geklärt.

Irgendwann trennten wir uns, da ich noch nach einer Mütze schauen wollte. Es war sowieso Ausverkauf, also war die Chance auf ein reduziertes Teilchen gar nicht mal so schlecht. Als ich runter in die Kinderabteilung ging, um dort die reduzierte Ware zu durch suchen, sah ich eine Familie ebenfalls runter gehen.
Vorne weg die Frau Maman, in einem Bleistiftrock, einer weißen Bluse und, wie soll es auch sein, einem marineblauen Pull elegant um den Hals gebunden. An ihren Ohren zierte Perlenschmuck, die Nase aufrecht gen Decke gestreckt und eine Haut wie zerknittertes Leder.
Hinter ihr gingen bzw. stampften, wie ein krasses Gegenbeispiel zu ihrerselbst, ihre beiden Töchter. Wie eine schlechte Kopie waren diese auch in einem Rock und Bluse gekleidet, nur das Pull war unästhetischer, um nicht zu sagen, sogar schlampig um den Hals geschlungen.
Und ganz hinten kam der Herr Papa, mit einem fetten Grinsen im Gesicht. Er war mir von den Viern vielleicht am sympathischsten, auch wenn sein kariertes Hemd in meinen Augen wie brennende Nägel schmerzte.
Verwirrt und verängstigt von diesem bizarren Familienbild, ging ich in eine andere Etage.

Zum Glück war Schatz mit dem größten Teil seiner Umtausch- und Neueinkaufaktion fertig. Während ich in der Umkleide auf ihn wartete, sah ich in der Kabine neben ihm ein übergewichtiges Mädchen raus kommen. In einem grässlich pinken T-Shirt, das ihr das Erscheinungsbild eines fetten rosa Nilpferdes verflieh, ging bzw. stampfte sie aus der Kabine. Ich wollte kotzen.
Sie präsentierte das glitzernde Stück Scheiße ihrer Mutter die lächelnd nickte.
Großer Gott, so blind kann Frau Mama doch nicht sein!
Seine Kinder kann man ja lieben und schonene, aber doch nciht anlügen, es sieht unbeschreiblich scheiße aus.
Schon mal erwähnt, dass ich die Leute dort unbeschreiblich hässlich finde?
Wir mussten nur noch bezahlen. Ich beleidigte nochmal den Laden und die gesamte Kundschaft, als wir zur Kasse gingen. Und somit verließ diese Hölle auf Erden.